Einsatz Dom-Esch Lagerhallenbrand

03.02.2019
Kategorie: Einsatz, Autor: Burkhard Aehlich

Dom-Esch, 29.01.2019 – Der Brand einer Lagerhalle entwickelte sich zu einem Großeinsatz für die Freiwillige Feuerwehr Euskirchen. Im Verlauf des Einsatzes wurde Spezialtechnik und Fachberater des THW angefordert. Mit dem Führungsfahrzeug des Technischen Zuges rückten der Fachberater (FB) THW und FB BAU, sowie ein Kraftfahrer / Melder zur Einsatzstelle aus.

Nach Einweisung in die Lage des noch laufenden Einsatzes machte sich der FB BAU an die Arbeit um die Standsicherheit des Gebäudes zu beurteilen.

Radlader – Brandgut bergen

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wur­de eine Fachgruppe Räumen aus Nörvenich angefordert, damit aus dem Holzschnitzellager das bren­nende und vom Brand gefährdete Material mit einem Radlader heraus transportiert werden kann. Auf Grund der starken Rauchentwicklung in diesem Hallenbereich erfolgt der Einsatz unter Atemschutz; der Radlader ist entsprechend ausgerüstet.

Technischer Berater Hochwasserschutz / Deichverteidigung (TB HuD)

Um einen Eintrag von Löschwasser über den Vorfluter – dieser verläuft parallel zur Einsatzstelle – in die Swist zu verhindern, wurde der TB HuD beauftragt eine Sperre für die Rückhaltung zu errichten. Diese wur­de mit Erde und Silofolie in rund 900 m Entfernung von der Einsatzstelle errichtet. Dadurch wurde das Löschwasser aufgestaut und später mit einem Saugwagen entsorgt.

ZgTrp – Lotse

Damit die Fachgruppe Räumen mit Kipper und Radlader, verlastet auf einem Tieflader, nicht durch die von Schlauchleitungen und Feuerwehrfahrzeugen eingeengten Straßen zur Einsatzstelle fahren musste, erkundete der Euskirchener Zugtrupp eine alternative Route und lotste die Einheit von Norden zur Einsatzstelle. Dadurch konnte der Feuerwehreinsatz ungestört weiterlaufen.

4-in-1-Schaufel gegen 2-Schalen-Greifer

Um die Dachhaut von der Halle zu entfernen und so den Rauch nach oben abziehen zu lassen, rüstete der Radlader von seiner 4-in-1-Schaufel (Kippen, Kippen li/re, greifen) auf einen 2-Schalen-Greifer mit Arm um. So konnten die ersten Dachfelder der Halle abgedeckt werden. Ein Bagger des Betreibers unterstütze diese Arbeiten auf der westlichen Seite. Diese Maßnahme und der weitere Löscheinsatz zeigte Wirkung; die Halle war fast rauchfrei.

Kipper, Traktor und Anhänger

Damit der Radlader seine Hauptaufgabe - Bergung des Materials aus der Halle - zügig erledigen konnte, wurde der Kipper der FGr Räumen und ein Traktor mit Anhänger eingesetzt. Der Radlader transportiert das zum Teil noch brennende Material aus der Halle und belud die beiden Transportkomponenten. Diese fuhren dann eine Wiese hinter der Einsatzstelle an und kippten dort ab. Dort führten Feuerwehrkräfte dann Nachlöscharbeiten durch.

Beleuchtung

Am frühen Nachmittag zeichnete sich ab, dass die Lösch- & Bergungsarbeiten bis in die Dun­kel­heit andauern werden (Sonnenunter­gang um 17:19 Uhr MEZ). Daraufhin wurde eine Fachgruppe Beleuchtung (FGr BEL) vom THW angefordert. Da die BEL aus Euskirchen einen Werk­statt­aufenthalt hatte, wurde die gleich aus­gestatte BEL aus Schleiden beauftragt.

Licht an, Radlader aus

Mit Beginn der Dämmerung wurden die Arbeiten unter Flutlicht vom Lima fortgeführt, nachdem die letzten Reste in der Halle zusammengeschoben und abtransportiert waren, konnte der Radlader um 18:30 Uhr den Einsatz beenden. Die Beleuchtung verblieb bis zum nächsten Morgen (30.01.19) damit die Brandsicherheitswache der Feuerwehr eine ausgeleuchtete Einsatzstelle hatte.

Im Einsatz waren:

THW Euskirchen mit Zugtrupp

· Fachberater THW

· Fachberater BAU

· TB HuD, KF/Melder

· 5 Einsatzkräfte Tag / 2 Einsatzkräfte Nacht

THW Nörvenich mit FGr Räumen

· 6 Einsatzkräfte Tag

· Kipper + Tieflader mit Radlader

· MLW IV + Kompressor

THW Schleiden mit FGr Beleuchtung

· 4 Einsatzkräfte Tag / 3 Einsatzkräfte Nacht

· MLW BEL + Lichtmast

Einsatzbeginn 29.01.19 um 06:57 Uhr

Einsatzende    30.01.19 um 08:00 Uhr.